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LICHT und BELEUCHTUNG
Das Licht gehört ohne Frage zum Wichtigsten in der Fotografie, was auch schon Meister zu der Übertreibung veranlasste, Licht sei alles, das Motiv nichts. Am schwierigsten sind Situationen mit diffusem Licht zu beherrschen, wie wir sie etwa bei bedecktem Himmel vorfinden, da hier Farben und Kontraste abflauen. Bei Auflicht, das ist immer dann, wenn die Sonne mehr als 30° über dem Horizont steht, finden wir die einfachsten Voraussetzungen.

Beleuchtung
Art, Qualität, Intensität und Richtung des Lichtes, dem ein Fotoobjekt ausgesetzt ist. Der Beleuchtung kommt in der Fotografie eine besondere Bedeutung zu. Der Fotograf nutzt das vorhanden Licht möglichst optimal zur Bildgestaltung oder arbeitet mit zum Teil sehr aufwendiger Beleuchtungstechnik. Die unterschiedlichen Farbtemperaturen der Lichtquellen, wie natürliches Licht oder Kunstlicht (Blitzlicht, Fotolampen), werden vom Auge nur teilweise wahrgenommen. In der Fotografie stehen spezielle Aufnahmematerialien z.B. Kunstlichtfilme zur Verfügung oder die Anpassung erfolgt technisch (manuell oder automatisch) als sogenannter Weißabgleich.
Die Lichtrichtungen sind Frontlicht, Seitenlicht und Gegenlicht sowie Mischformen. Es wird zwischen Haupt- und Nebenbeleuchtung unterschieden. Beispielsweise kann mit einem Aufhellblitz als Nebenlicht Schatten aufgehellt werden. Licht erreicht das Fotoobjekt direkt oder indirekt.
Beleuchtung zielt entweder auf Schattenwirkung oder auf Schattenvermeidung.
Spezielle Formen der Beleuchtung:
Hellfeldbeleuchtung
Durch eine gleichmäßige Ausleuchtung eines hellen Hintergrundes wird eine Freistellung des Objektes erzielt.
Dunkelfeldbeleuchtung
Mit seitlichem Streiflicht und schwarzem Hintergrund wird die Struktur des Objektes modelliert.
"Rembrandt-Beleuchtung"
Das Motiv wird mit Hauptlicht von rechts vorn und von links oben angestrahlt.

Vorderlicht
auch Frontlicht genannt, kommt aus Richtung des Fotografen, die Schatten fallen hinter die Aufnahmeobjekte und sind ungenügend sichtbar, Personen werden u.U. geblendet und verkneifen die Augen;
Wenn es möglich ist, wechselt man den Aufnahmestandpunkt und gibt dem günstigeren Seitenlicht den Vorzug.

Seitenlicht
kommt aus den Seitenbereichen der Kamera und bietet im Allgemeinen gute Voraussetzungen zum Fotografieren. Kräftige Schatten und Körperformen entstehen und die Räumlichkeit wird betont;

Gegenlicht
Gegenlicht ist ein für die Bildgestaltung interessantes, doch etwas schwieriger zu meisterndes Licht aus Richtung Aufnahmeobjekt zur Kamera hin.
Da in Richtung Lichtquelle fotografiert wird, ist das Motiv oft von Lichtsäumen umgeben und die der Kamera zugewandten Motivpartien sind zu dunkel. Ein hoher Streulichtanteil wirkt sich auf Zeichnung und Farbwiedergabe des Motivs kontrastmindernd aus.
Das Objektiv muss vor direkter Sonneneinstrahlung mit einer Gegenlichtblende oder von einem Hilfsmittel, z.B. Zeitung oder Hand, geschützt werden, gut eignet sich auch der Schatten eines Baumes.
Bei Gegenlichtaufnahmen kann eine Verlängerung der Belichtungszeit (1/2 bis 1 Blende) sinnvoll sein. Die Belichtungsmessung muss stets mit größter Sorgfalt erfolgen. Einige Kameras verfügen über eine Automatik für Gegenlicht.
In vielen Situationen ist trotz ausreichenden Lichtes das Blitzen sinnvoll (Aufhellblitz).

Licht bietet viele Möglichkeiten zum fotografischen Experimentieren. Licht ist zu jeder Tageszeit anders. Wenn Ihnen ein Motiv sehr wichtig ist, sollten Sie sich mühen, es zu unterschiedlichen Zeiten zu fotografieren.

Diffuses Licht
Streulicht ohne eindeutige Richtung, erzeugt beleuchtungstechnisch keine Schlagschatten.
Erzielt wird es mit durchscheinenden Scheiben und Reflexionswänden (Diffusoren).
Eingesetzt werden Streuscheiben aus verschiedenen Glassorten, wie Trübglas, und Streuschirme aus durchscheinenden Geweben. Sie zerstreuen je nach Zweck durchfallendes oder reflektierendes Licht und bewirken eine Verminderung der Kontraste und Weichzeichnung.
          
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