Das Auflösungsvermögen bestimmt die mögliche Bildgröße und die dabei erreichbare Bildqualität und wird gemessen an der Fähigkeit eng beieinanderliegende Details deutlich voneinander getrennt wiederzugeben. Das Auflösungsvermögen wird in Linien pro Millimeter angegeben. Das menschliche Auge kann bei einem Betrachtungsabstand von 25 cm noch Linien von 0,1 mm Abstand unterscheiden. Um das Auflösungsvermögen festzustellen, werden feingerasterte Testobjekte fotografiert.
Zu beachten ist das Auflösungsvermögen des optischen Systems (Objektive) und das des Aufnahmematerials.
Die Auflösung wird in der Digitalfotografie in Bildpunkten bzw. Pixel angegeben. Bei konventionellen Filmen ist die Auflösung derzeit noch höher als im CCD-Chip einer Digitalkamera.
Interpolation
Die rechnerische Erhöhung der Bildpunkte wird als Interpolation bezeichnet. Zwischen den einzelnen Zellen des CCD-Chip sind winzige Abstände vorhanden, die hier fehlenden Bildpunkte werden ergänzt. Ebenso können fehlende Farbpunkte (Farbinterpolation) ergänzt werden und die Vergrößerung eines Bildes erfolgt ebenfalls rechnerisch auf der Grundlage von Mittelwerten.
Bildgröße bestimmen
Um den Zusammenhang zwischen Auflösung und Bildgröße rechnerisch für die eigenen Fotos umzusetzen kann folgende Formel angewendet werden:
Bildgröße = (Bildpixel : 300 dpi) x 2,54 cm
Bei diesem Beispiel soll das Foto für einen optimalen Druck eine Auflösung von 300 dpi aufweisen. Vorhanden ist eine Aufnahme von einer Digitalkamera mit 1200 x 1600 Pixel (1,9 Megapixel). Folglich bekommt das Foto für einen Ausdruck in optimaler Qualität
eine Höhe von 10,16 cm und eine Breite 13,55 cm.