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Fontefraud l'Abbaye
Der kleine Ort Fontevraud liegt westlich von Tour, etwa vier Kilometer von der Loire entfernt, im Department Maine et Loire. Fontefraud l'Abbaye ist eine der bedeutendsten Klosteranlagen Frankreichs.
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Der Priester Robert d'Arbrissel zog 1099 mit seinen Anhängern in das abgelegene Tal von Fontevraud und gründete ein Kloster für Mönche, Nonnen und Leprakranke.
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Die Oberaufsicht übte eine Äbtissin aus, auch später wurde es immer von adeligen Frauen, oft mit dem Königshaus verwandt, geleitet. Insgesamt 36 Äbtissinnen standen dem Kloster vor.
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1101 begann der Bau des Klosterkomplexes mit finanzieller Unterstützung des Hochadels, wie den Grafen von Anjou.
Die Abtei wurde zum Grabgelege der Plantagenets.
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In der 1119 vom Papst geweihten Klosterkirche wurden unter anderem Alinor von Aquitanien, Heinrich II. Plantagenet, Isabella von Angouleme und Richard Löwenherz bestattet. Die farbigen Liegefiguren sind aus Holz bzw. Tuffstein.
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Eine 1,3 Kilometer lange Mauer umgibt das Kloster, das Hauptportal liegt im Zentrum von Fontevraud.
Der Kreuzgang Grand-Moutier wurde zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert gebaut und verändert, der Saint-Benoit-Kreuzgang im 17. und 18. Jahrhundert.
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Zum Komplex zählen Nebengebäude, Ställe, die aufgrund ihrer Dachkonstruktion berühmte Küche und mehrere Klostergärten.
Die Klostergebäude dienten immerhin von 1804 bis 1963 als Gefangenenanstalt.
Fontevraud l'Abbaye wurde restauriert und "Monument historique", es ist seit 1975 ein wichtiges Kulturzentrum, in den Gebäuden gibt es Ausstellungen, Kolloquien und Konzerte. Auch der Hotel- und Gaststättenkomplex Saint Lazare befindet sich auf dem Klostergelände.
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