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Den Wohl ersten Plan für einen Tunnelbau zwischen England und Frankreich entwickelte der französische Ingenieur Mathieu Favier im Jahre 1798. Es gab weitere und 1856 entstand sogar der Entwurf für einen 34 km langen zweigleisigen Eisenbahntunnel. Doch fast zweihundert Jahre vergingen, bis ein Tunnelprojekt Wirklichkeit wurde.
Baubeginn für den Eurotunnel war am 01. Dez. 1987, Planungen und Versuchsbohrungen führte man ab 1984 durch.
Die ersten Züge fuhren Ende 1993 durch den Tunnel, am 06. Mai 1994 wurde der Eurotunnel offiziell eingeweiht. Unter dem Ärmelkanal verbindet er England und Frankreich zwischen Folkestone und Calais. Gebaut wurde der Kanaltunnel von der Eurotunnel Aktiengesellschaft, die auch bis 2042 die Konzession für den Betrieb des Tunnels hat. Die Arbeiten wurden von beiden Seiten gleichzeitig vorangetrieben, zehn Arbeiter ließen beim Tunnelbau ihr Leben. Parallel erfolgte der Bau der Bahnhöfe und der Transportmittel.
Die 3 Röhren haben jeweils eine Länge von 50 km und verlaufen auf 38 km Länge unter Wasser, in einer Tiefe von durchschnittlich 40 m unter dem Meeresboden und ca. 100 m unter der Wasseroberfläche.
In zwei der Tunnelröhren verkehren Eisenbahnzüge mit bis zu 160 km/h, die dritte Röhre, der Servicetunnel, dient der Versorgung, Wartung und zusätzlicher Sicherheit. Es gibt eine ganze Reihe, oft auch redundant vorhandener, Sicherheitsvorkehrungen.
Güter werden per Zug transportiert und es verkehren Personenzüge z.B. der Eurostar, ein Hochgeschwindigkeitszug zwischen Paris, Brüssel, Lille,
Calais und London Waterloo Station.
Die Fahrzeuge (PKW, Busse, LKW) fahren an den Endpunkten (Terminals) in spezielle, nur für den Eurotunneltransport konstruierte, Waggons, die Einfahrt erfolgt unter Einweisung. Die Prozedur ist einfach und mit dem Einschiffen auf eine Fähre vergleichbar. In der Regel bleibt man während der Fahrt einfach im Fahrzeug sitzen, es gibt aber auch eine Imbissversorgung und WC's sind in den Zügen vorhanden.
Die Züge verkehren wetterunabhängig täglich in kurzen Abständen, viertelstündlich, bzw. halbstündlich abends. Eine Fahrt dauert ca. 30 min. Neben Vorbuchungen können Fahrscheine auch unmittelbar in den Terminals gekauft werden.
Die Pass- und Zollformalitäten werden vor Einfahrt in die Terminals geregelt, nach den auch ansonsten üblichen Bestimmungen.
   
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